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Raimunds „Diamant des Geisterkönigs“ in Gutenstein
Bei Regen und Sonnenschein …
Es ist der Lieblingsspruch von Intendant Ernst Wolfram Marboe (in Bezug auf das Theaterzelt): „Bei Regen und bei Sonnenschein, Raimundspiele Gutenstein.“ Bei der gestrigen Pressekonferenz fügte er dem spätwinterlichen Wetter gemäß noch das Wort Schnee ein. Die gute Stimmung trüben konnten die Wetterkapriolen allerdings nicht. Die „Raimundfamilie“ ist eine fröhliche, komme, was da wolle. Und das Familiäre, das Gemeinschaftliche ist die Stärke dieses Sommerfestivals.
Heuer wird ab 22. Juli „Der Diamant des Geisterkönigs“ geboten. Regie führt Ernst Wolfram Marboe, das Bühnenbild stammt von Herwig Libowitzky, die Kostüme entwarfen Uschi Heinzl und Zizi Lehner. Die musikalische Leitung liegt bei Erwin Ortner, die Choreographie besorgt Hedi Richter. Darsteller sind Erika Mottl, Luzia Nistler, Rita Nikodim, Ernst Grissemann, Christian Futterknecht, Jakob Seeböck, Gottfried Schwarz und Gottfried Riedl.
Rundum gibt es wieder viele, beliebte Veranstaltungen: die Soloprogramme mit Protagonisten der Spiele, aber auch mit Gästen wie Brigitte Neumeister, Victor Gernot, Alf Pojer, die Radiowerkstatt und die Meisterklassen Gutenstein mit ihren Kursen und Konzerten (Sena Jurinac, Heinz Zednik, Wicus Slabbert, Peter Planyavsky). Auch die Gutensteiner Gespräche wird es wieder geben, heuer mit dem Thema: „Das Bild der Frau im ländlichen Raum.“
Selbstverständlich werden auch diesen Sommer mehrmals Nostalgiezüge zu den Spielen geführt, selbstverständlich gibt es auch wieder die sonntäglichen Familienvorstellungen. Die Auslastung im Vorjahr war sehr gut. Es kamen fast 20.000 Besucher, 68 Prozent davon übrigens aus Niederösterreich. Bleibt zu hoffen, dass der „lieben (Raimund-)Familie“ auch heuer wieder Erfolg beschert ist: bei Regen und bei Sonnenschein.
Lona Chernel (Wiener Zeitung, 10. März 2004)
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